Am 26. Oktober fand die diesjährige Waldbegehung mit der Revierförsterin statt. Hierzu waren der Ortsgemeinderat, die Jagdpächterin sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen. Gemeinsam mit der Revierförsterin Frau Justen und ihrer Vertreterin Frau Pellio ging es auf einen informativen Rundgang durch den heimischen Wald.
Dabei erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer interessante Einblicke in den aktuellen Zustand und die Entwicklung des Waldes. Die verschiedenen Baumarten wurden vorgestellt und erläutert. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Verjüngungsflächen, auf denen bereits die nächste Waldgeneration heranwächst.
Deutlich wurde dabei, dass die zunehmende Trockenheit dem Wald nach wie vor erheblich zu schaffen macht. Die vergangenen trockenen und heißen Jahre haben viele Bäume geschwächt und ihre Widerstandskraft gegenüber Krankheiten und Schädlingen vermindert. Besonders bei den Nadelhölzern waren die Folgen des Borkenkäferbefalls sichtbar. Vor Ort konnten die Schäden betrachtet und die damit verbundenen Herausforderungen für die weitere Waldbewirtschaftung erläutert werden.
Ein wichtiger Aspekt beim Aufbau eines zukunftsfähigen Waldes ist auch der Schutz der natürlichen Waldverjüngung. Damit junge Bäume wachsen und sich zu stabilen Waldbeständen entwickeln können, muss der Verbiss durch das Wild in einem verträglichen Rahmen gehalten werden. Eine angepasste Bejagung des Rehwildes leistet hierzu einen wichtigen Beitrag. Denn gerade die jungen Triebe und Knospen werden gerne vom Wild gefressen und können dadurch in ihrer Entwicklung stark beeinträchtigt werden. Nur wenn ausreichend junge Bäume ungehindert aufwachsen können, besteht die Möglichkeit, langfristig einen vielfältigen und widerstandsfähigen Mischwald aufzubauen.
Im weiteren Verlauf wurde noch einmal auf das klimaangepasste Waldmanagement eingegangen. Angesichts zunehmender Trockenheit und klimatischer Veränderungen ist es wichtiger denn je, den Wald widerstandsfähiger und zukunftsfähig zu gestalten.
Die Waldbegehung machte anschaulich deutlich, vor welchen Herausforderungen unser Wald steht. Gleichzeitig zeigte der Rundgang, dass mit einer nachhaltigen Bewirtschaftung, einer angepassten Jagd und einem vorausschauenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen wichtige Voraussetzungen geschaffen werden können, damit der Wald auch für kommende Generationen erhalten bleibt.
Ein herzlicher Dank gilt Frau Justen und Frau Pellio für die informative Führung und die interessanten Erläuterungen sowie allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für den gemeinsamen Austausch.





